Dauerausstellungen


Stadtgeschichte der Stadt Wolmirstedt

Die Stadt Wolmirstedt, die einst am Zusammenfluss von Elbe und Ohre lag, blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Die Ausstellung zur Geschichte der Stadt Wolmirstedt umfasst einen Zeitrahmen von der ersten schriftlichen Erwähnung der Stadt im Jahr 1009, in der Chronik des Thietmar von Merseburg, bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.
Die Stadt war lange Zeit landwirtschaftlich geprägt, wofür die drei Gutsbezirke: Königliche Domäne, Stiftsdomäne und Junkerhof bezeichnend sind. Nach der Industrialisierung siedelten sich drei große Lederfabriken und eine Zuckerfabrik sowie eine Druckerei in der Stadt an, sie prägten das Leben und Stadtbild. Zahlreiche historische Sachzeugen belegen diese Zeit und können in der Ausstellung entdeckt werden. 

Der Wolmirstedter Burgberg und seine geographische und historische Bedeutung

Der Wolmirstedter Burgberg liegt mehr als zwölf Meter oberhalb des nördlichen Ufers der Ohre. Der Burghügel - als Grundmoräne aus der letzten Eiszeit - bot gute Siedlungsbedingungen gegenüber dem feuchten Niederungsgebiet des Elbeurstromtales. Entdecken Sie die historischen Spuren auf und um den Wolmirstedter Burgberg. Ausgehend vom Schlossmodell, welches die heutige Schlossdomäne im Jahr 1600 darstellt, nimmt Sie die Ausstellung mit auf eine Reise durch die Jahrhunderte. Von den ersten Besiedlungsspuren aus der Jungsteinzeit, über das im Jahr 1208 erwähnte und durch Albrecht II. von Brandenburg erbaute Schloss, zu den Umbauten des Administrator Joachim Friedrich hin zur Nutzung der historischen Gebäude durch verschiedene Betriebe und Organisationen zu DDR-Zeiten bis zur Umgestaltung im Jahr 2003.

Historische Werkstätten zum Anfassen: Sattlerei, Stellmacherei und Schmiede


Das Museum Wolmirstedt zeigt in seinen Dauerausstellungen auch historische Werkstätten. Mit den Schauwerkstätten wurden Inszenierungen zum „Anfassen“ geschaffen, in denen in Anlehnung an die jeweilige historische Vorlage ein Maximum an Authentizität entwickelt und eine eindeutige Interpretation durch den Besucher gewährleistet ist. Die Ausstellungsstücke sind Gebrauchsgegenstände und museale Objekte zugleich.

Schmiede

Die aus alten Ziegelsteinen gemauerte Esse, die Maschinen, das griffbereit liegende Werkzeug, Halbfabrikate und Fertigprodukte, persönliche Fotos und Urkunden an den Wänden vermitteln eine authentische Gebrauchssituation. Für den Besucher entsteht der Eindruck, der Meister habe die Werkstatt für kurze Zeit verlassen. Die „Schmiede“ zeigt einen Werkzeugbestand, der für das beginnende 20. Jahrhundert typisch ist. Die Werkzeuge und Maschinen wurden aus verschiedenen Orten zusammengetragen und bildeten ursprünglich kein gemeinsames Ganzes, hier vermitteln sie nun ein „Gesamtbild“. Als authentische historische Vorlage diente die Schmiede des Herrn Waeke aus Satuelle, die noch fast komplett eingerichtet war.

Sattlerei

Die Sattlerei zeigt Geräte und Werkzeuge speziell zur Herstellung von Sattel und Zaumzeug. Das Arbeitsgebiet eines Sattlers umfasste noch andere Aufgaben, wie Kleinstreparaturen von Riemzeug, Taschen und Gürtel. Das Herzstück der Werkstatt bildet ein Nähross, an dem der Meister das Pferdekummet genäht hat.

Stellmacherei

In der Stellmacherei arbeitet der Stellmacher. Er repariert und fertigt Räder, Wagen und andere landwirtschaftliche Geräte aus Holz. Die hier gezeigten Maschinen und Werkzeuge wurden über zwei Generationen in einer Werkstatt in Calvörde benutzt. Zu sehen sind folgende Gegenstände: eine Bandsäge, eine Nabenbohrmaschine, eine Abrichte, eine Dicktenhobelmaschine, eine Drechselbank, eine Hobelbank, Bauzeichnungen und Fotos sowie eine beträchtliche Anzahl von Werkzeugen.

Die Ohreniederung und der Restauwald - das „Küchenhorn“

Diese Ausstellung widmet sich der Flora und Fauna eines einzigartigen Lebensraumes – dem Restauwald und der Ohreniederung, dem Küchenhorn, in unmittelbarer Nähe des Museums. Der Besucher entdeckt in der Ausstellung das unersetzliche Naturschutzgebiet Küchenhorn als naturnahen Erlebnisraum im Wechsel der Jahreszeiten.  Es entstand eine Symbiose zwischen Ausstellung und Natur, die durch die lebensnahen Darstellungen in der Ausstellung und einem Spaziergang in den Auwald entlang der Ohreniederung geschaffen wurde.  In der Ausstellung wird nicht nur reines Wissen vermittelt, sondern auch die Umwelt erlebbar gestaltet und aktiv auf den Umweltschutz aufmerksam gemacht.

Geologie und Nutzung der Bodenschätze im Landkreis Börde von den Anfängen bis zur Gegenwart

Der Landkreis Börde ist durch seine Vielfalt an Bodenschätzen gekennzeichnet, die seit Menschengedenken genutzt werden, und noch heute bilden, die Steine-, Erden-, Keramik- und Kali- bzw. Steinsalzindustrie die wichtigsten wirtschaftlichen Standorte im Kreis. Im Obergeschoss unseres Museums finden Sie in drei Ausstellungsräumen auf rund 60qm Fläche Informationen rund um die wichtigsten geologischen Schätze der Region: von der Rohstoffgewinnung über Verarbeitungsprobleme, wirtschaftliche und historische Besonderheiten sowie lokale Ausprägungen.